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Wieder Lachsalven beim 9. NCC-Sommertheater

Das Ensemble des 9. NCC-Sommertheaters

 

Das Wort des Abends für die Aufführung war “phänomenal”, Autor, Schauspieler und Regisseur beschrieben damit die Vorstellungen und die Stimmung im Zelt. Der Text des Stücks bot kleine Freiheiten für Seitenhiebe auf die beiden anderen Vogteidörfer und Heyerode, in bester Faschingstradition des NCC. Regie beim Sommertheater führte wieder Jens Ackermann.

 

Das Stück in drei Akten spielt in einem Hotel. Das bot die Kulisse für Verwechslungskomik, Wortwitz und alles, was das Publikum zum Lachen bringen kann. Die Pächterfamilie bekommt eine anonyme Nachricht: Der Besitzer will inkognito nach dem Rechten sehen. Dabei sei ihm das soziale Engagement besonders wichtig. Den Brief hatte ein Gauner-Trio geschrieben. Die wollten es sich als Gäste besonders gut gehen lassen. Das klappt auch. Die Betreiberfamilie lässt sich reinlegen. Aber Gäste-Ehepaare und Betreiberfamilie geraten lustig durcheinander (Corinna Götz, Heiko Tautor, Christine Schulz und Tizian Schulz). Sohn und Tochter kriegen sich (Karolin Schill und Franz Ludwig). Dann taucht noch der wirkliche Besitzer (Christian Ludwig) auf. Er spielte einen buckligen Penner, um das Soziale zu testen. Weitere Gäste kommen hinzu. Ein verrückter Alien-Jäger (Sven Ludwig), ein Transvestit (Michael Schulz) und ein leichtes Mädchen (Anika Pohl). “Meine Figur ist auf der Suche nach der großen Liebe mit dem großen Geldbeutel”, sagt Anika Pohl. Alle Figuren bringen spaßiges Chaos. Die Schauspielerinnen und Schauspieler können sich entfalten. Ein Wortwitz jagt den nächsten. Wenn dann noch die russische Putzfrau (Robert Lauberbach) ihren Senf dazu gibt, halb russisch halb deutsch, dann kugelt sich das Publikum erst recht. Alle Figuren kriegen einen Partner ab, nur der Hotelbesitzer wird von Aliens entführt. Deren Chef kündigt den Weltuntergang an. Aber das Publikum lacht ihn aus. Niemand nimmt ihn ernst.

Die Gastro-Crew des 9. NCC-Sommertheaters

Erich Koch, der Theaterautor, Schauspieler und Witzbuch-Schreiber aus Baden-Württemberg sah sein Stück zum ersten Mal. Er hatte es ja für den NCC geschrieben. “Das kann man nicht mehr besser spielen”, sagt er. “Das Ensemble hat das Publikum zum Toben gebracht, das klappt nur, wenn jeder auf der Bühne auch fühlt, was er sagt.” Koch hatte alle bisherigen Theaterstücke für das Sommertheater verfasst. Doch das 9. Sommertheater war etwas Besonderes. Alle Charaktere waren perfekt den Mitgliedern des NCC-Ensembles auf den Leib geschrieben. Koch zieht seinen Hut besonders vor den beiden jüngsten Schauspielern: Tizian Schulz fühlte sich von der Atmosphäre mitgerissen. Franz Ludwig war anfangs skeptisch, war aber doch sehr froh, mitgemacht zu haben: “Ich dachte erst, mal kucken, was das wird, war eher skeptisch, aber jetzt freue ich mich über das tolle Feedback.” Karolin Schill hat es beim Proben wieder erfahren: “Nach Vorbildern spielen bringt nichts. Man selbst sein, das kommt am besten an.” Sie muss sich immer in ihre Rollen “reinfühlen” und probiert Varianten aus. Erst wollte Karolin Schill ihre Rolle anlegen wie Ricki, eine Bühnen-Figur von Anke Engelke. “Aber das war nicht authentisch”, sagte Schill.

Der Vater von Franz Ludwig, Christian Ludwig, war zum ersten Mal mit seinem Sohn auf der Bühne. Das berührt ihn. “Ich hoffe, dass Franz mich mal ablöst”, sagt er. Auch NCC-Kanone Robert Lauberbach lobt die neuen Talente. “Die schaffen es, auf der Bühne wirklich andere Menschen zu sein. Das kann nicht jeder.” Er selbst sucht immer noch Herausforderungen: “Vor dem ständigen russischen Akzent hatte ich Respekt. Den zu halten, war nicht einfach.” Regisseur Jens Ackermann fand das diesjährige Stück sehr schwierig: “Wir waren anfangs skeptisch und freuen uns nun umso mehr über den Erfolg.” Sven Ludwig, der Alien-Jäger im Stück, fasst zusammen: “Wenn die Leute lachen und zufrieden aus dem Zelt gehen, ist alles andere uninteressant.”

Alle im Ensemble haben ihre Rollen hervorragend gespielt. Jeder im Publikum spürte ihr Engagement. Franz Ludwig sagte: “Die Emotionen rüber zu bringen, das ist schwerer als beim Fasching auf der Bühne zu stehen.” Er schaffte es mit Bravour. Den Akteuren auf der Bühne war anzumerken: Sie haben Erfahrungen mit dem Agieren auf der Bühne und mit dem Kontakt zum Publikum. Das half bei Hängern im Text. Die bauten sie quasi ins Stück ein. Dabei halfen die drei Souffleusen Silke Klemm, Anne Dietz und Gabi Abe. Nancy Kannegießer übernahm die Maske.

Das Grill-Team des 9. NCC-Sommertheaters

Neben dem Schauspielern selbst baut der Verein auch das Zelt auf und ab, stellt und bedient die Technik und übernimmt die komplette Gastronomie. Getränke werden zum Platz gebracht. Es gibt Würstchen und Brätl und am Sonntag Kaffee und Kuchen. Der Toilettenwagen wird sauber gehalten. Eine Woche lang gibt es viel zu tun und zu organisieren. “Das Sommertheater klappt nur, wenn alle im Verein an einem Strang ziehen und sich beteiligen, jeder, wie er kann, und wenn es Sponsoren gibt”, verrät der NCC-Präsident ein Geheimnis des Erfolgs des NCC. Der Verein selber ist der größte Star zum Sommertheater des NCC. Auch beim Sommertheater gilt das Motto des Vereins “Wir sind alle eine Familie.” Alle, die mitmachen und unterstützen, sind wichtig.

 

Michael Zeng

 

Die Fotos zeigen die drei Säulen des NCC-Sommertheaters: die Schauspieler, die Gastro-Crew und das Team vom Grill von Sonntag. Dazu kommen die Männer an der Technik: Sören Zilling, Andre Muder und Max Ludwig.

 


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