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Der Niederdorlaer Carneval Club flog zum Mars

Die Bühne für den NCC ist klein wie ein Wohnzimmer. Dafür war der Raum prall gefüllt mit acht Tanzformationen und vier Live-Kapellen wie dem Trio zu viert, diesmal zu fünft, dem Duo Sowieso, der Acapella-Formation Taktlos und der Band des Abends: Yellow, die das Programm begleitete und anschließend zum Tanz aufspielte.

 

Die bunte Schau eröffneten Marlon und Julius als Angler: “Schlafen Fische eigentlich? Wozu gibt es ein Flussbett!”

 

Fünf Bütten brachten das Publikum zum Toben. Dazwischen immer wieder gespielte Witze der beiden Ansager Jens Ackermann und Jens Rauch. Der Brüller: Jens R. prüft in einem Restaurant die Herkunft der Broiler, indem er einen Finger in deren After steckt. Das beobachtet Assi-Jochen (Robert Lauberbach) und bittet Jens, das auch bei ihm zu tun: “Weil ich nich´mehr weiß, wo ich wohne...”

 

Wie immer waren dabei: viele lustige Videos von Frank Scholz. Wahrscheinlich Legende: Die Bratwurst-Werbung mit den Alten Kameraden Luis Klemm und Franz Ludwig. In einem Video geht Jens Ackermann in die Sauna und findet sich wieder in der Küche des Landhotels. Das Video der Marslandung ist sowieso unerreicht.

 

Die NCC-Mädchen wachsen auf durch Grüne-Garde, Rote-Garde, Teenie-Ballett, jüngeres Damenballett und älteres Damenballett. Lili mit vier Jahren war die Jüngste zusammen mit Luise und Nele mit je fünf Jahren. Klara Stollberg und Lina Ackermann waren jüngeres und älteres Tanzmariechen. Sie sind sechs und elf Jahre alt. Die anderen Mädchen der Grünen Garde waren Charlotta, Celina, Victoria, Svea, Milena und Charlotta, zwischen sieben und dreizehn Jahren. Die stolzen Eltern sind meist im NCC. Die Trainerin der beiden Garden ist Julia Rauch. Am zweiten Wochenende tanzte sie selbst mit, kurzerhand weil ein Mädchen krank wurde.

 

Die Marsmission zog sich durch das ganze Programm auf der Bühne und in Videos. Vom Casting der Kandidaten, Training, Start per Rakete und Rückkehr per Beamen. Vom Mars brachte Hansi Gagarin das Männerballett mit. Das tanzte als grüne Marsmännchen Riverdance, nicht albern, sondern trainiert und gekonnt. Der Schenke bebte vor Beifall. Trainerin war Anja Pickel. Auf dem Mars weht nun die Vogteier Fahne mit dem Kleeblatt

 

Zu neuen Ufern startete das jüngere Damenballett. Vor und hinter einer Leinwand tanzten die sechs jungen Frauen mit ihren Schatten zu “This girl” von Kungs. Die Punktlandung zeigte: Sie sind das legendäre Damenballett des NCC. Das ältere Damenballett zündete den Kracher des Abends: Zu “Ice cream” von Chris Barber tanzten die sechs Frauen in 20er-Jahre-Kostümen mit Stock und kessem Hut. Drei Mal live: Tanz, Musiker auf der Bühne und Band Yellow hinter dem Vorhang. Grandioses Jazz-Trompeten-Solo von Jörg “Bobby” Wendemuth. Ebenfalls dabei: Marko Ludwig mit der Trompete und Michael Schulz Gesang.

 

Premiere als Tanz-Duo hatten Natalie Pickel und Tim Carstens. Als Western-Paar tanzten sie Stepp und Show-Dance unter anderem zu “Perfect Perforator” aus dem Film “Schuh des Manitu”. Natalie kam als Western-Saloon-Girl und Tim als betrunkener Cowboy.

 

Rote Garde und Teenies überraschten mit Tanz zu rockiger Musik. Mal was anderes. Nicht das Übliche. Grandios und modern.

 

Die Teenies trugen Sommerkleider und je eine rote Blume im Haar. Sie rockten den Saal mit “Wake me up before you go go” von Wham! und nach “Walking On Sunshine” von Katrina & The Waves.

 

Gewohnt super waren die Acapella-Sänger der Gruppe Taktlos. Gekonnt: Seven Manegold mit “Alleinunterhalter”. Gewagt und gemeistert: ein Lied über die Gondoliere in Venedig. Am Schluss ging die Gondel im Gegurgel unter. Grandios.

 

Nicht gefehlt hat auch das NCC-Trio, diesmal zu fünft ein Auftritt als Rentner. Zum Schluss kam dazu noch Kellnerin Rosi alias Sebastian Schill, der auch als Andreas Gabalier per Playback punktete. Michael Schulz rockte den Saal als Mickie Krause und in der Bütt als Asterix. Obelix war Jörg Wendemuth. Die beiden legendären Gallier folgten einen Hilferuf von Ortsteilbürgermeister Eberhard Schill. Heyrömer hatten die Vogtei überfallen. Natürlich half der Zaubertrank.

 

Das Feuerwerk der Bütten eröffneten Marlon (10) und Julius (11) als Angler. Die “Alten Kameraden” Luis Klemm, Franz Ludwig und Lukas Götz holten sich Marco Ludwig als Verstärkung. Der ist ein NCC-Recke wie Sven Ludwig und Maurice Abe in der Bütt im Supermarkt bei “Svenny”. Mit Anika Pohl als frechem Punk-Azubi.

 

Torsten Böhm genial als Gott. Der HERR verteilte die Dialekte an die Deutschen. Fischköppe, Berliner und Bajuwaren bekamen ihre Sprachfärbung. Der Vogteier ging leer aus. Katastrophe: Sogar die Heyröder haben einen Dialekt und nur die Vogteier sollten sich nur hochdeutsch artikulieren? Nach vielen Bitten ließ der HERR Böhm sich erweichen und schenkte den Vogteiern seine eigene Sprache: Vogteier Platt.

 

Robert Lauberbach startete mit Christine Schulz als Ehefrau die nächste Bütt-Rakete: Sie telefonierte mit ihrer Mutter. Er kommentierte böse und schnitt sich live auf der Bühne die Fußnägel. “Und morgen misch ich Gift zu Butter, denn dann kommt meine Schwiegermutter.” Dann zückte er seine Gitarre und sang einen eigenen Text zu “An der Copacabana” von der Ersten Allgemeinen Verunsicherung. Christine “telefonierte” weiter mit ihrer Mutter. Eine Kamera fing das ein für Leinwand und Publikum: großes Kino.

 

Michael Zeng


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